Reisebericht: Estland/Lettland (TechChill 2020)
17. - 21.02.2020

Im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms (MEP) hat Silvi – im Hub für Startups & Ökosystem verantwortlich – an der Geschäftsanbahnungsreise für KMU in die Zielmärkte Estland und Lettland teilgenommen. Mitgebracht hat sie spannende Einblicke in den regionalen Markt und vor allem wertvolle Kontakte in das Partner-Ökosystem vor Ort, die sie in diesem Bericht gern teilen möchte.

Viel Spaß beim Lesen!

Tag 1 - Tallinn/Estland

Estland gilt als Startup-Paradies – zu Recht?​​

Fazit: Estland verfügt über ein sehr effizientes Startup-Ökosystem. Mit nur 1,3 Mio. Einwohnern lebt die Szene von guten Beziehungen und kurzen Wegen zu Entscheidern, wovon auch wir während unseres Aufenthalts profitiert haben. Der „Local buzz“ ist stark, man strebt nach globalen Pipelines. Dafür schafft Estland mit seinem e-Residence-Programm und einer Digitalisierungsquote von 99% aller bürokratischen Prozesse die besten Voraussetzungen.

LE-Estonia Showroom:

Als e-Resident kann jeder die e-Services in Estland nutzen. Natürlich ist auch Gründen online möglich – die schnellste Unternehmensgründung dauerte gerade einmal 18 Minuten. 

Startup Estonia, Telliskivi, Lift99, Palo Alto Club und Superangel

Mit 1000+ Startups ist die #EstonianMafia Produzent zahlreicher Unicorns wie bspw. Skype, Bọlt oder Playtech. Es gibt zahlreiche Inkubatoren, Akzeleratoren, Co-Working Spaces und Eventformate zur Unterstützung von Gründern. Ein aktives Business Angel-Netzwerk und Venture Capital zur Finanzierung runden das Ganze ab.

Tag 2 – Tallinn/Estland

Startupschmiede #1 in Europa

Fazit: Mit zwei hervorragenden Science Parks in Tartu und Tallinn ist Estland Europa’s Hauptursprungsland für Technologiegründungen. Kein anderes Land hat pro Kopf mehr Startups hervorgebracht: Mit 30 Gründungen pro 100.000 Einwohner ist die Zahl sechsmal höher als der europäische Durchschnitt.[Quelle]

TalTech, Tehnopol und Mektory Labs

Wir besuchen die Gründungsschmiede Tehnopol auf dem Campus der Tallinn Technology University und sind sehr beeindruckt! Eine Mischung aus intelligenter Infrastruktur, erfolgreichen Akzeleratoren-Programmen und einer spürbaren Startup-Mentalität, von der die angehenden Gründer, aber auch die über 200 ansässigen high-tech Unternehmen profitieren.

Transfer nach Riga

 Mit enorm viel Input und vielen guten Kontakten verlassen wir Tallinn und machen uns auf den Weg nach Riga/Lettland. Dort steht die Teilnahme an der TechChill im Vordergrund.

Tag 3 – Riga/Lettland

Startups und Investoren auf der TechChill 2020 Konferenz

Die TechChill ist als Europäische Tech Conference durchaus lohnenswert. Das war mein Fazit:

PRO

  • Preis-/Leistungsverhältnis stimmt
  • Professionelle Organisation
  • Sehr gute Qualität der Unternehmen
  • Sehr gute Qualität der Investoren
  • Sehr angenehme Größe im Vergleich zu WebSummit oder Slush
  • Arrangieren von Meetings via App – besonders charmant: das Matching über angegebene Interessensfelder

CONTRA

  • Die Veranstaltung hat jedes Jahr andere Fokus-Themen
  • Versorgung mit Wasser und Kaffee war zeitweilig knapp

Was bleibt...

Mit der Konferenz endete diese spannende Reise. Was bleibt sind viele tolle Eindrücke und entstandene Kontakte zu relevanten estnischen und lettischen Akteuren. Darüber hinaus war der Austausch mit den weiteren Delegationsteilnehmern (Startups, Mittelständler und Multiplikatoren) sehr wertvoll. Die Teilnahme an diesem Programm und die gesammelten Erfahrungen geben uns die Möglichkeit, unsere Partner zukünftig noch besser zu unterstützen. 

 

Noch mehr Infos benötigt?

Gern gebe ich noch mehr Auskunft über meine Erfahrungen vor Ort und freue mich, Kontakt in die Länder und zu unseren Gesprächspartnern vor Ort herzustellen.

Silvia Grätz
Ecosystem Development & Strategic Partnerships

+49 (0) 351 48 18 88 97
sg@smart-systems-hub.de

Interesse an einer Reise wie dieser?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme am Programm haben, gibt es hier Informationen zu weiteren Projekten des BMWi in  2020…

Wir möchten uns hiermit herzlich bei den Organisatoren der Reise bedanken.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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