Unterstützung für Unternehmen und Selbstständige im Zuge der Auswirkungen der Corona Pandemie

Die Folgen von COVID-19 für die Deutsche Wirtschaft sind ebenso vielfältig, wie die zahlreichen Hilfsangebote, die Unternehmen verschiedener Größen jetzt zur Verfügung stehen. Für einen schnellen Überblick bieten wir nachfolgend die wichtigsten Adressen und Informationen.

Die Maßnahmen u.a. des Bundeswirtschaftsministerium und des Bundesarbeitsministeriums
sowie der Länder sollen gezielt eingesetzt und genutzt werden, um Arbeitnehmer zu schützen
und Unternehmen mit Liquiditäts- und Auftragseinbrüchen zu unterstützen.

Aktuelle Meldung: Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag ist es gestern noch kurzfristig gelungen, dass sich alle von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge für die Monate März und April 2020 stunden lassen können.  

Betroffene Unternehmen müssen sich bis spätestens 26. März 2020 formlos unter Bezug auf die Notlage durch die Corona-Krise und Paragraf § 76 SGB IV direkt an ihre jeweils zuständigen Krankenkassen wenden, die ihre Sozialversicherungsbeiträge erhebt, um sich diese für den Monat März stunden zu lassen.

Einen Musterantrag für die Krankenkasse finden Sie als hier >.

Umfassende Hilfe für deutsche Unternehmen

1. Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Das Schutzschild ist ein Maßnahmenpaket für Beschäftigte und Unternehmen. Sein Ziel ist es,
Firmen und Betriebe mit ausreichend Liquidität auszustatten, damit sie durch die Krise
kommen. Das Schutzschild beruht auf vier Säulen:

a) Flexiblere Regelungen bezüglich des Kurzarbeitergeldes (weitere Informationen hier )
b) Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen
c) Programme für Liquiditätshilfen werden ausgeweitet (bspw. KfW – und ERP -Kredite)
d) Europäischer Zusammenhalt (hier geht es insbesondere um die internationale
Bekämpfung der Infektionsverbreitung und die Stärkung der europäischen Banken im
Zuge der „Corona Responsive Initiative“)

Kontakt

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

Telefon: 030 18615 1515
Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

Beantragung von Kurzarbeitergeld (zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur)
Unternehmerhotline der Bundesagentur:
Telefon: 0800 45555 20

Maßnahmen des Bundes im Überblick

a) ERP-Gründerkredit Startgeld
Für kleine Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen.
Mehr Informationen hier >

b) ERP-Gründerkredit Universell
Für größere mittelständische Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind. Mehr Informationen hier >

c) KfW-Unternehmerkredit
Für größere mittelständische Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt sind. Mehr Informationen hier >

d) KfW-Kredit für Wachstum
Konsortialfinanzierung für größere Unternehmen und größere Vorhaben.
Mehr Informationen hier >

e) Sonderprogramme
Die KfW wird außerdem  für Unternehmen auflegen, die keinen Zugang zu bestehenden Förderprogrammen haben. Weitere Infos dazu kann die KfW geben.

f) Kredite für Kleinstunternehmen
Unternehmen mit bis zu zehn Vollzeit-Beschäftigten, die Infolge des Coronavirus Einbußen nach dem 11. März erlitten haben, können bis zu 15.000 Euro für drei Monate erhalten. Betroffene Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate. Mehr Informationen hier >

Bürgschaften
Für Unternehmen, die bis zur Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten, können Bürgschaften für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben bis 2,5 Mio. Euro kann hier schnell und kostenfrei über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

h) Aussetzung der Insolvenzvertragspflicht
Da aus organisatorischen und administrativen Gründen nicht gewährleistet werden kann, dass die Instrumente zur Stützung der Liquidität innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht rechtzeitig greifen können, soll durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden. Mehr Informationen hier >

i) Tätigkeitsverbot/Quarantäne
Bei Tätigkeitsverboten sowie bei Fällen von Quarantäne
erhalten sowohl Angestellte als auch Selbstständige 6 Wochen lang eine Entschädigungszahlung vom Staat aufgrund des Infektionsschutzgesetzes. Mehr Informationen hier > 

j) Steuererleichterungen:
Eine Übersicht über konkrete Möglichkeiten haben wir im „FOKUS: Steuererleichterungen“ zusammengefasst.

k) Krankschreibungen
Bis zu 14 Tage lang dürfen Ärzte Patienten am Telefon krank schreiben. hier >

Kontakt

Hotline der KfW für die Beantragung von Krediten
Telefon: 0800 539 9001
Montag bis Freitag: 8:00 bis 18:00 Uhr

Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken
Telefon: 08000008327
Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr

FOKUS: Kurzarbeitergeld

Die neuen Regelungen sollen rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten und  rückwirkend ausgezahlt werden.

Folgende Erleichterungen gelten:

  1. 10 Prozent-Schwelle:
    Ein Betrieb soll dann Kurzarbeit anmelden können, wenn Aufträge aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen ausbleiben und mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.
  2. Verzicht auf negative Arbeitszeitsalden:
    Vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld soll vollständig oder teilweise auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet werden können.
  3. Kurzarbeitergeld für Leiharbeitnehmer:
  4. Der Bezug von Kurzarbeitergeld soll auf den
    Bereich der Leiharbeit erweitert werden.
  5. Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge:
    Die Bundesagentur für Arbeit soll künftig
    die  Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, vollständig erstatten.
  6. Verlängerung:
    Wie bisher soll die Möglichkeit bestehen, dass die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds von einem Jahr auf bis zu zwei Jahre verlängert wird.

Maßnahmen des Freistaats Sachsen

„Sachsen hilft sofort“
Soforthilfe-Darlehen zur Unterstützung von Einzelunternehmern (Solo-Selbstständigen),
Kleinstunternehmen und Freiberuflern in Sachsen kann seit dem 23. März bei der
Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragt werden. Mehr Informationen hier >

Express-Bürgschaften der BBS
Mit dieser und anderen Maßnahmen hilft die Bürgschaftsbank Sachsen vor allem kleineren und mittleren Unternehmen.  Darüber hinaus wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf € 2,5 Mio. erhöht und Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite werden verbessert.
 Mehr Informationen hier >

Zins-Subventionierte Liquiditätshilfedarlehen
Konsolidierungsberatung der sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB).
Mehr  Informationen und Kontakt hier >

Kontakt

Info-Telefon der sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) für Unternehmen in Sachsen
Telefon: 0351 4910-1100

Bürgschaftsbank Sachsen
Kammerbezirk Dresden: 0172 6028464
Kammerbezirke Südwestsachsen und Leipzig 0174 3807535

FOKUS: Steuererleichterungen

Unternehmen haben aktuell folgende Möglichkeiten:

  1. Herabsetzung der Vorauszahlungen (mittels Antrag)
  2. erleichterte Stundung von Steuerforderungen bei Liquiditätsengpässen
  3. Anpassung von Vorauszahlungen
  4. Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner
    einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus
    betroffen ist.

Bitte nehmen Sie schnellstmöglich Kontakt zum zuständigen Finanzamt oder zum Steuerberater auf. 

Maßnahme der Stadt Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden beabsichtigt vorbehaltlich einer entsprechenden Beschlussfassung durch den Stadtrat am 26.03.2020 eine Soforthilfe. Diese ist vorgesehen für Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen, die durch die Corona-Krise starke Umsatzeinbußen erlitten haben, in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Ab wann?
Das Programm „Soforthilfen Corona-Pandemie“ startet ab Freitag, 27.03.2020. Die Antragstellung ist ab sofort möglich.

Was?
Die Soforthilfe wird als nichtrückzahlbarer Zuschuss in Form einer Pauschale in Höhe von 1.000 Euro gewährt.

Für Wen?
Die Soforthilfe in Anspruch nehmen können Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen, die weniger als 10 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio. Euro haben.

Kontakt

Telefon: 0351-4888726.
Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr

Kontakt Smart Systems Hub

Michael Kaiser
Geschäftsführer

E-Mail: contact@smart-systems-hub.de

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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